Einen Anspruch auf Pflegegeld hat die pflegebedürftige Person selbst. Er richtet sich gegen die Pflegekasse.

Diese überweist das Pflegegeld auf das Konto des Pflegebedürftigen. Das Geld erhält also nicht unmittelbar die Pflegeperson. Diese hat keinen Anspruch gegen die Pflegekasse. Ihr Vertragspartner ist der Pflegebedürftige. Der oder die Pflegebedürftige gibt das Geld das Geld der Pflegekasse je nach Absprache an die pflegenden Angehörigen oder die sonstige Pflegeperson weiter. Für diese sind die Einnahmen steuerfrei, wenn es sich um nahe Angehörige handelt.

Hintergrund der gesetzlichen Regelung in der Pflegeversicherung ist der Gedanke, dass Pflegebedürftige sollen selbst die Entscheidung treffen sollen, wie und von wem sie gepflegt werden. Sie können wählen: Wollen sie Sachleistungen, also die Hilfe von Pflegediensten beanspruchen oder sich ein Pflegegeld auszahlen lassen. Pflegegeld kann aber nur bezogen werden, wenn die häusliche Pflege selbst sichergestellt ist, also etwa durch Angehörige oder andere ehrenamtlich handelnde Pflegepersonen. Die Pflegekasse zahlt das Pflegegeld an den Pflegebedürftigen. Er entscheidet über die Verwendung des Geldes frei. Er wird es im Normalfall an die ihn versorgenden und betreuenden Personen als Anerkennung weitergeben.

Der Anspruch auf Pflegegeld besteht fortdauernd nur, wenn der Pflegebedürftige in gewissen Abständen eine Beratungspflege von einem zugelassenen Pflegedienst durchführen lässt. Dadurch soll die Pflegequalität gewährleistet werden. Bei einer Pflegebedürftigkeit nach den Pflegestufen I und muss einmal halbjährlich und nach der Pflegestufe III einmal vierteljährlich der ambulanten Pflegedienst zur Beratung kommen. Die Kosten hierfür trägt die Pflegekasse, wenn der Pflegeeinsatz dieser schriftlich nachgewiesen wird.