Kinderbetreuungskosten von Steuer absetzbar

Ab dem 1. Januar 2012 können Kinderbetreuungskosten, also die Kosten für die Tagesmutter oder die Kindertagesstätte, leichter von der Steuer abgesetzt werden. Mehr Eltern können von dem Steuervorteil profitieren.

Alle Eltern können zwei Drittel der Betreuungskosten pro Kind, höchstens aber 4000 Euro pro Jahr, als Sonderausgaben absetzen. Diese Steuerbegünstigung gilt für alle Kinder bis 14 Jahre. Bei behinderten Kindern gilt sie unbegrenzt, wenn die Behinderung vor dem 25. Lebensjahr eingetreten ist.

Es gibt keinen Pauschalbetrag. Folglich müssen alle Ausgaben nachgewiesen werden. Als Nachweise für die Kinderbetreuung kommen in Frage: Kindergartenbetreuung, Betreuung im Hort und Krippe, die Betreuung durch Tagesmütter, Kinderpflegerinnen oder Au-Pairs.

Die Betreuungspersonen können auch Verwandte sein, etwa die Großeltern. Dann muss allerdings ein Vertrag abgeschlossen werden, der bestimmte Voraussetzungen erfüllt. Wer einen Babysitter beschäftigt, kann dies ebenfalls steuerlich geltend machen, sofern er die Ausgaben nachweisen kann.

In der Vergangenheit waren Kinderbetreuungskosten nur dann als Werbungskosten oder Betriebsausgaben absetzbar, wenn beide Elternteile gearbeitet haben. Alle anderen Eltern mussten besondere persönliche Umstände nachweisen, um die Betreuungskosten als Sonderausgaben absetzen zu können. Solche waren etwa eine Ausbildung, Krankheit oder Behinderung.

Das Ausfüllen der Steuererklärungs-Anlage K wird ebenfalls einfacher, da sich der Umfang des Vordrucks verringert.

Familien und Finanzverwaltung werden entlastet.

Die anfallenden Kosten sind aber nur als Sonderausgaben, nicht als Werbungskosten absetzbar.

Der Kinderfreibetrag und das Kindergeld werden von der Neuregelung nicht berührt.