Die Kinderbetreuung in der heutigen Zeit ist nicht nur ein Thema für Mütter und Väter, also für Familien, sondern auch in der Politik. Daneben spielt sie im Unterhaltsrecht bei Trennung und Scheidung eine große Rolle in Form des Betreuungsunterhalts.

Wie können Kinder betreut werden?

Es geht um die Förderung der Kinderbetreuung zu Hause, in Kindertagesstätten (Kitas), in der Schule oder in außerschulischen Einrichtungen. Den wichtigsten Teil der Kindererziehung sollte die Familie leisten, so denkt man. Betrachtet man die Angelegenheit jedoch unter dem zeitlichen Aspekt, so beanspruchen oft Kitas oder Schulen einen weitaus größeren zeitlichen Bereich als die Familie. Aber es ist die Gegenwart, dass neben der Erziehung in der Familie die öffentlich oder privat organisierte Kindertagesbetreuung in Kindertagesstätten, Kinderkrippen und Kindertagespflege die Gesellschaft in Deutschland dominiert.

Kontrovers wird in Deutschland die Betreuung von Kleinkindern in Kinderkrippen und Tagesstätten für Kinder unter 3 Jahren beurteilt. Die Betreuung im Kindergarten ab dem 3. Lebensjahr hingegen ist in Deutschland allgemein anerkannt. Kritiker von Krippen und Tagesstätten führen ins Feld, dass die Eltern die emotionale, geistige und soziale Entwicklung ihres Kindes am besten fördern können, weil zu ihnen eine sehr lange und vertrauensvolle Bindung aufgebaut wurde.

Von den Befürwortern einer externen frühkindlichen Kinderbetreuung wird angeführt, dass eine frühe Betreuung durch professionelle, pädagogisch ausgebildete Fachkräfte Mängel in der Primärsozialisation und so eine gravierende Bildungsbenachteiligung vermeiden könnten. Hierbei wird oft das Beispiel der Migrantenkinder genannt, deren Eltern die deutsche Sprache oft nur unvollkommen beherrschen.

Rechtsanspruch auf Kita Betreuung

Ab dem 1. August 2013 hat jedes Kind vom ersten Geburtstag an einen Rechtsanspruch auf Kita-Betreuung oder Betreuung durch eine Tagesmutter. Die Kommunen sind dabei, Krippenplätze zu beschaffen. Die Zeit drängt. Und: die Kita Kosten dürfen dabei nicht aus den Augen verloren werden.

Eine Alternative zu den Kitas kann die Inanspruchnahme von Tagesmüttern sein.

Betreuungsunterhalt

Der Betreuungsunterhalt bei einer Scheidung ist die Konsequenz aus der Kinderbetreuung durch den Vater oder, wie meistens, durch die Mutter. Es gibt zwei unterscheidliche Bereiche im Unterhaltsrecht, die sich des Begriffes Betreuungsunterhalt bedienen.