Hat eine Familie mehr als ein Kind, so steht ihr ein Geschwisterbonus zu. Das bedeutet, dass das „normale“ Elterngeld monatlich um zehn Prozent, mindestens aber um 75 Euro erhöht wird.

Der Mindestbetrag beim Elterngeld ist von 300 Euro auf 375 Euro pro Monat angehoben.

Es gibt jedoch Altersgrenzen für den Anspruch auf den Geschwisterbonus.

Den Geschwisterbonus gibt es bei zwei Kindern im Haushalt nur, bis das ältere Geschwisterkind drei Jahre alt ist. Sind drei und mehr Kindern im Haushalt so dürfen mindestens zwei Kinder noch nicht sechs Jahre alt sein. Ist ein im Haushalt lebendes Geschwisterkind behindert, so besteht der Bonusanspruch, bis das Kind vierzehn Jahre alt ist.

Sind Kinder adoptiert oder zum Zweck einer Adoption im Haushalt aufgenommen, so ist nicht das Alter der Kinder, sondern der Zeitraum seit der Aufnahme der Kinder in den Haushalt der elterngeldberechtigten Person entscheidend.

Der Geschwisterbonus fällt mit dem Ende des Monats weg, in dem das ältere Geschwisterkind das jeweilige oben genannte Alter erreicht hat. Der Grundbetrag des Elterngeldes hingegen bleibt natürlich bis zum Ende des Bezugszeitraums von 12 oder 14 Monaten erhalten.